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Ich Aute mich…

Kleiner Scherz am Rande, ich weiß übrigens wie man “oute” schreibt, obwohl dieses Wort auch nicht stimmt, da es eingedeutscht wurde. Hoch lebe die Sprachverhundsung. Aber nun zu meinem eigentlichen Thema. Dass Frauen, auch ohne Raumfahrtanzüge, – so nenne ich übrigens Spaßhalber mal die Outfits der neuen Generation von Fli-Fi-ern, immer eine gute Figur abgeben können, ist mir nun klar geworden. Eine günstige Plastik-Wathose von Balzer, drittklassige Ruten und Rollen, keine “Hochleistungerdanziehungsauflösende Wunder-Schnur” und einfaches Backing kommt auch noch als Zutat hinzu, von den Fliegen Marke “Russischerkellerbau” ganz zu schweigen. Was gibt es dazu zu sagen? Naja, wenn Sie ans Wasser geht, schleicht Sie nicht etwa wie ich durch das Gebüsch zum Wasser, nein, Sie spaziert selbstbewußt und frohen Mutes quer durch die Highend-Technologie Fischer ans Gewässer.

Was mache ich? Kann ich beim Gang an das Wasser Highend-Technologiefischer ausmachen, schleiche ich mich in Winnetou-Manier durch das Gebüsch und rausche durch die Stauden und Gedax um mit meiner Ausrüstung nicht entdeckt zu werden. Blessuren, Kratzer der feinen Sorte, welche dich drei Wochen an dieses Erlebnis schmerzhaft erinnern werden, weiters fünf Verhänger mit meiner “Hockstock-Gatten” im Geäst meiner Tarnung. Von meinem angeschlagenen Ego will ich erst gar nicht sprechen, so sehr schäme ich mich. Sie fängt Fische, Ihr wird Ihre Ausrüstung bei den Highend-Technologiefischern witzigerweise nicht zum Verhängnis. Nein, sie belächeln Sie nicht – nein, Sie helfen Ihr, beraten Sie, zeigen Ihr, wie man Stellen besser anwirft. Sind einfach sooo lieb und zuvorkommend zu Ihr. Nichts von den harten Männern  und Ihren Sprüchen ist mehr zu sehen oder zu hören. Kein Novice spricht über seine edlen Werkzeuge nach dem Motto : Mein Haus, mein Pferd, mein Auto …. meine Rute, meine Fliegen, meine Wathose. Keine Gespräche über Atmungaktivität und nasse Füße.

Betrete ich den Plan eben mit der gleichen Ausrüstung der Firma “BilligundDanebengegriffen” und Army ShopStyle, werde ich gemustert als wie wenn ich eine Zeitreise hinter mir hätte und mit Ritterkostüm dastehen würde. Wisst Ihr wie das meine zarte Fli-Fischerseele kränkt, wie mich das verletzt? Mich berät keiner, mir hilft kaum einer auch wenn ich darum bitte. So spüre ich die Augen auf meiner Ausrüstung kleben und ich höre schon die aufmunternden Stammtischgespräche: “ Seht mal, dort sitzt der Neandertalertal-Fischer. Habt ihr den am Wasser gesehen?”

Aber damit ist jetzt Schluß. Ich kaufe bei meinem Fliegenfischer-Fachgeschäft in Klagenfurt

VALDO-OUTDOOR & FLYFISCHING

neue Ausrüstunggegenstände zu super Preisen. Schluß mit dem Purismus und der Enthaltsamkeit. Auch ich möchte eine gute Figur machen, wäre ja gelacht. Möglicherweise fange ich auch mal was zur Abwechslung, bisher war es ab und zu nur ein Schnupfen oder Husten den ich mir einfing. Aber damit soll jetzt Schluß sein. Bis bald ihr Highend-Technologiefischer, dann wird euch das Lachen vergehen.

Anbei ein paar Fotos von der Frau an meiner Seite an der Vellach.

Meine Frau am fischen mit der Fliege

Meine Frau an der Vellach in Kärnten

Hat schon was, wenn man das so sieht. Schöne Schlaufe. Liebe Grüße an alle Fli-Fi-Fischer aus Kärnten.

23.04.2008, kein Nebel, kein Regen, leichter Wind, Lufttemperatur 18°Celsius, Wassertemperatur fast immer gleich an der Kleinen Drau.

Einfach ein Traumtag, ich spaziere mit meiner Familie an der Kleinen Drau (Bereich Reßnigbad) entlang. Natürlich habe ich meine Polbrille mit und schaue an dieser Strecke verstohlen an der einen oder anderen Stelle in den Bach. Die Stimmen um mich verklingen im rauschen des Baches und ich nicke nur noch, als wenn ich vestünde um was es ginge, obwohl ich nichts mehr von dem was die Leute reden mitbekomme. An dieser Stelle liebe Freunde, es tut mir Leid, ich habe wohl den Kontakt zu Euch verloren. Ein Anblick wie er nur im Buche stehen kann, und ich habe mein Werkzeug nicht mit. Halt, nicht das hier ein falsches Bild entsteht, natürlich meine ich nicht meine Fliegenrute sondern meine Kamera. Das Licht war einfach nur berauschend und die Fische begannen wie auf Kommando an zu steigen. Die Mäuler blitzen nur so auf. Gemächlich stiegen die großen Brummer an die Wasseroberfläche und holten sich ihre Nahrung, die kleinen hingegen waren etwas hektischer unterwegs. Das Ganze dauerte Eineinhalb Stunden und meine Familie war auch schon wieder vom Spaziergang zurück ;) und….

Das einzige was mir in dem Moment einfiel war “Sorry Leute, aber…” Schweigend und Kopfnickend wurde meine Entschuldigung angenommen, unter der Voraussetzung eine Runde Kaffee und Kuchen auszulassen. Ein stolzer Betrag bei fünf Personen, dachte ich mir. Das kommt ja einer Tageskarte für das fischen gleich, zumal ja alle gleich noch einen zweiten Kaffee nachbestellten. Aber was tut man nicht alles aus Leidenschaft zu seinem Steckenpferd. Was ich von diesen Erlebnis mitnehmen konnte, sind meine Erinnerungen an eine sehr schöne Stunde am Fluß, der mich Zeit, Arbeit und Alltägliche Verpflichtungen (und leider kurz auch meine kleine Familie), sowie das restliche Umweltrauschen um mich herum, vergessen ließ. Fazit: 1) Vergiss nie mehr deine Kamera, Blödmann. 2) Viel zu selten begebe ich mich nur zum beobachten an den Fluß, der für mich nie Spielplatz meines Egos darstellte, sondern in mir, immer wieder und immer öfter den Respekt gegenüber unserer Welt, Natur und dem darin oder darauf befindlichen Arten weckt. Ein indianisches Sprichwort sagt:

“Die Bäume sind das Fell dieser Erde, wir Menschen sind die Flöhe darin”

Etwas (Selbst) Kritik wird schon erlaubt sein, oder nicht? Nehmt Euch an der Nase, wir haben ein Erbe zu verwalten und zu vergeben, – an unsere Kinder. Die Welt wurde uns nicht geschenkt,-nein, sie wurde uns nur geliehen.

Heute machte ich mich nach einem schönen Tag mit meiner Familie noch schnell auf den Weg zur Glan, um das Teilstück von der Brücke Magerreggerbrücke bis zur Brücke Suppanstrasse zu besichtigen. Das fehlen eines Wanderweges zwischen diesen Strassen ist sehr zu beklagen, da wenn man in der fetten Erde des angrenzenden Ackers so dahinwattet, man das Gefühl nicht los wird, das man immer höhere Absätze bekommt. Also denke ich mir: aufgeben oder Montag neue Schuhe kaufen gehen. Da eines meiner Lebensmottos lautet: “Wenn, dann ordentlich oder gar nicht” , ziehe ich die Unternehmung eiskalt durch. Mein Ziel ist es, den Bach auf Fischbestand zu erkunden, der, obwohl des Regens, doch sehr sichtiges Wasser zu bieten hat, dies freut mich um so mehr. Auf dieser Flußstrecke zeigt sich wieder unser vorherrschender Zeitgeist. Da wären Plastik und Bierdosen, Kanister und Plastik-Folien, Kübel, Flaschen, Schuhe, Bäume und anderer Unrat, den die Zivilisation nicht mehr braucht und aus ihrem Gesichtsfeld verbannt. Ich traute meinen Augen nicht, was hier so alles angeschwemmt wird. Erschreckend war, dass ich auf einer Strecke von einem Kilometer nur einen einzigen Fisch im Wasser aufblitzen sah. Möglicherweise bin ich aber mit etwas Blindheit geschlagen? Trotz meiner Bewaffnung mittels meiner Polbrille, konnte ich keinen weitern Fisch optisch herausfiltern. Nach einer sorgfälltigen Reinigung meines Schuhwerks dachte ich mir, kannst ja auf der anderen Seite den Wölfnitzbach hochgehen und den besichtigen. Zu meiner Überraschung muß ich sagen, der war schon etwas angenehmer anzusehen als der vorhergegangene Fluss. Keine meterhohen Holz- und Strauchhäufen und weniger Müll. Zufriedener aber nicht wirklich glücklich über die Situation, machte ich mich beim Baumarkt auf zu meinem Auto.

Fazit: ich bin mir nicht sicher ob dort in den Gewässern, sei es die Glan oder der Wölfnitzbach, ein Flossenträger sein Unwesen treibt. Ich werde mich erkundigen was und wer in der Verantwortlichkeit steht, um diesem Missstand entgegenzuwirken und möglicherweise Lösungen anzuregen. Ein Gruß an meinen Fli-Fi-Store in Klagenfurt, eh wissen oder? Wenn Sie es nicht wissen und gerne gute Ausrüstunggegenstände beziehen wollen, dann hier klicken. Abschließend bleibt nur noch zu sagen, alles Gute und cu Ewald

Heute habe ich mir ein Herz gefasst und mal was getan was ich eigentlich nie tue, ich suchte zum ersten Mal in meinem Leben eine Fischerei-Veranstaltung ( keine Fli-FI Veranstaltung bitte) auf. Weshalb ich solche Event´s nicht gerne besuche ist leicht erklärt: “Was ist blöder als Fischen? Na ist doch klar: dabei zuschauen.” Wie bereits erwähnt war ich heute zum ersten Mal in meinem Leben auf einer solchen Veranstaltung wo ein Preisfischen angesagt war.

Aufgrund der nicht beschilderten Zufahrt zur besagten Veranstaltung, war gleich mal eine halbe Stunde verplempert. Als ich endlich dorthin fand, kann ich nur sagen, ich dachte ich wäre zu spät gekommen und alles ist vorbei. Leere Zelte, na gut, ich will ja nicht übertreiben, drei Personen werden schon drinn gesessen sein. Ob diese bezahlterweise dorthin fanden oder nur des gehens nicht mehr fähig waren, kann und will ich hier nicht hineininterpretieren. Teams gab es auch genug und die Fischer waren ja am schaffen, sofern man das jetzt so behaupten kann. Spaß dürfte es Ihnen sicher gemacht haben. Ich war am Hafnersee, dieser liegt im Keutschacher Seental und liegt idyllisch eingebettet im Tal zwischen Wiesen und Wäldern, umgrenzt von kleinen Bergerln. Der Wunsch auf Landschaftlichen Genuss kam dabei voll auf seine Kosten, zudem war es föhnig und da das Himmel-Wolkengebilde unter tatkräftiger beteiligung der Sonne ein Szenario hinblätterte, blieb einem die Luft weg. Ich also dort angekommen, inhalierte ohne aus dem Auto zu steigen sogleich die meditative Naturgenuss-Atmosphäre. Die Fischer gaben mir den Rest und ich bog nach 10 Minuten in Richtung Heimat ab. Leider waren kaum Besucher vorort und somit war es sehr langweilig. So reiste ich  wieder ab und besichtigte gleich den Keutschachersee und den Reifnitzerbach. Da ich selber in Reifnitz aufgewachsen bin, kenne ich den Bach sehr gut und weiß auch wo die Kameraden, Barbe und Forelle herumplantschen. Ohne meiner Pol-Brille wäre ich sicher aufgeschmissen, doch mit ihrer Hilfe finde ich ein paar nette Scheiter beim rummpaddeln. Schon als Kind war ich hier oft am Wasser, und dieser Bach war neben der Gail, mein direkter Zugang zur Fli-Fi Szene. An diesem Bächlein funktioniert die Fischrei nur mit einer zarten 3-Rute und Nymphe. Trockenfliege ist durchaus möglich erfordert aber ein gekonntes präsentieren derer. Eine nette Impression folgt in Kürze, ich muß die Bilder erst trocknen und bügeln. Danach stelle ich sie hier rein. Viel Spaß beim Anfischen und Petri Heil.

Hier ein Bildchen meines kleinen Bächleins!

Hallo liebe/r BesucherIn. Nach meinem Besuch in meinem Fliegenfischergeschäft in Klagenfurt hat es mich gepackt, ich mußte einen neuen Blog eröffnen. Es macht halt sehr viel Spaß, genau über eine seiner Lieblingsbetätigungsfelder zu schreiben und zu berichten. Ich würde mich über einen regen Austausch freuen, sprich wenn Sie mir einige konstruktive Kommentare zu meinem Schreiben liefern. Bitte vorab, ich benötige keine Verbesserung meiner Schreibkünste. Also, sollte jemand Schreibfehler finden, und das kann ich mit ziemlicher Sicherheit behaupten, Sie werden viele finden, dann darf er/sie diese behalten. Also herzlich Willkommen und viel Spaß in meiner kleinen Welt der Forelle und Fliegen ;)

Herzliche Grüße Ewald J. Damey